Unsere Sportarten
Agility
Der „Agitator" war im Lateinischen der „Treiber", ... „Wagenlenker", ... „Wettfahrer".
- Ende der 70er Jahre wurde anlässlich der „Crufts" (der größten Hundeausstellung der Welt in England) dem Publikum eine neue Art der Unterhaltung geboten: Hunde absolvierten analog dem Pferdespringsport einen Parcours - gelenkt ohne Leine! Das Zeitalter von „Agility" wurde eingeläutet. Die Begeisterung schwappte auch nach Deutschland über und der „Deutsche Agility Club von 1987 e.V." wurde in Mainz gegründet und richtete im Dezember 1988 sein erstes Turnier aus, damals noch unter dem Richter Peditdidier (F).
Seit 1987 schnupperte auch Berthold Hering, damals noch nicht im SV, „Agility-Luft". Weil es bei uns noch keine Turniere gab, führte er seine Hunde „Barry" und „Bastian" ins benachbarten Ausland. In Frankreich, Belgien, Holland und der Schweiz machte er seine ersten Tuniererfahurungen.
Wenn man aber in Deutschland diesen schönen Sport auch ausführen möchte, müsste es doch auch deutsche Richter geben! Also begab sich Berthold Hering 1988 ins Geburtsland von Agility, absolvierte bei Peter Lewis seine „Lehrzeit" und machte unter Lewis (GB) und Peditdidier (F,1. FCI Agility Präsident) seine Richterprüfung. Er war somit der erste deutsche FCI AgilityRichter! Als Bertold Hering dann in den SV eintrat, wurde dieses Richteramt 1993 über den SV vom VDH anerkannt.
Am 21.10.1992 fand das erste Agility-Schulungsseminar in Frankfurt auf dem Übungsplatz der SV-OG - Frankfurt-West e.V. statt. Hier konnten die Ortsgruppen Idstein, Gernsheim und zunächst Mühlheim für ein SV-Agility-Projekt gewonnen werden.
Eine bundesweite Info-Veranstaltung konnte 1993 dann für die ersten Landesgruppen-Agility-Beauftragten, den Bundesvorstand und potentielle Agilityrichteranwärter noch unter Anwesenheit von Peter Lewis in Darmstadt in Theorie und Praxis durchgeführt werden.
Nach anfänglichem Zögern wurden immer häufiger auch SchH-Sportler überzeugt, dass neben dem „bunten-Stangen-Gehopse" doch eine gehörige Portion Nervenfestigkeit, Belastbarkeit, Triebbeständigkeit, Disziplin und Gehorsam zu dieser Sportart nötig ist.
1993 war das Jahr, in dem Agility im SV immer stetiger Fuß fasste. In immer mehr Landesgruppen informierten sich einzelne Ortsgruppen intensiver über Agility, bemühten sich um einen Parcour und trainierten eifrig- mitleidig belächelt von eingefleischten Schutzhunde-Sportlern.
Aber der Siegeszug von Agility liess sich nicht mehr aufhalten. Das dritte Standbein des SV etablierte sich immer mehr. Im Juli 1993 war es dann soweit: Das erste SV-Agility Turnier fand in Gernsheim statt. Es starteten immerhin schon ca. 30 Teams. Richter: Berthold Hering. Drei Jahre später wurde Agility bereits im Rahmenprogramm der Bundessiegerprüfung im Karlsruher Wildparkstadion vorgestellt und 1997 wurde die 1.Agilitymeisterschaft des SV im Rahmen der Bundessiegerprüfung in Ludwigshafen mit bereits 20 Deutschen Schäferhunden durchgeführt. Im gleichen Jahr hielt Agility auch Einzug bei der Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaft in Hanau. Ein Jahr später hatte sich bei der Bundessiegerprüfung in Baunatal die Teilnehmerzahl bereits verdoppelt und im Jahr des hundertjährigen SV Bestehens 1999 konnten in Augsburg über 60 Teilnehmer mit ihren Deutschen Schäferhunden gezählt werden!
Heute bieten im SV rund 300 Ortsgruppen auf ihren Übungsplätzen Agility an. Im Jahre 2002 wurden über 180 Turniere angeboten mit cirka 16.000 Teilnehmern>>>>>Tendenz steigend.
Die Ortsgruppe Teublitz e. V. bietet ihren Mitgliedern seit 2007 Agility an. Hierbei wird Wert auf beste Ausbildung gelegt.
3 mal wöchentlich wird hier Agility trainiert. (Die Trainingszeiten entnehmen sie der Seite „Übungszeiten“ dieser Website).
Alle Trainer und Übungsleiter, die bei O.G. Teublitz ehrenamtlich das Traning leiten, haben: Ausbildung, Wissen und Leidenschaft für ihr Tun. Der finanzielle Aspekt spielt bei diese Vereinsarbeit keine Rolle, hier wird das Wissen kostenlos an alle weitergegeben.
Das Wichtigste bei Agility ist ein guter Trainer, der den Hundeführer auf seine Fehler aufmerksam machen kann!
Rally Obedience
Bei der Sportart Rally-Obedience stehen die perfekte Kommunikation und die partnerschaftliche Zusammenarbeit Mensch-Hund-Team im Vordergrund. Es ist in Deutschland noch eine recht junge Sportart. Sie kommt aus Amerika und wurde dort vor einigen Jahren von Charles "Bud" Kramer entwickelt. Während diese Sportart in Amerika schon eine große Anhängerschaft erobert hat, ist sie in Deutschland noch relativ unbekannt. Die SV OG Teublitz e.V. hat diese neue Sportart seit 2013 in ihr Programm mit aufgenommen und bietet regemäßige Trainings an. Die Trainings werden von speziell ausgebildeten Rally Obedience Trainer geleitet, so ist sichergestellt, dass eine moderne und artgerechte Hundeausbildung stattfinden kann. Unsere Ausbilder achten darauf, dass die Beschäftigung mit dem Hund im Vordergrund steht. Dabei ist es vollkommen egal welche Rasse der Hund hat. Diese Hundesportart ist offen für alle Rassen und für jeden Mix. Egal welche Größe und welches Alter, da hier keine körperlichen Höchstleistungen dem Hund oder Hundeführer abverlangt werden. Durch diese Sportart wird die Bindung zwischen Mensch und Hund gefestigt, der Hund geistig ausgelastet und auch speziell alltagsnotwendige Gehorsamsübungen trainiert.
Und so funktioniert es:
Es wird ein Parcours aus mehreren Stationen gebaut. Die Stationen bestehen aus Schildern, die dem jeweiligen Mensch-Hund-Team angeben, was zu tun ist und in welche Richtung es weitergeht. Der Hundeführer nimmt nun seinen Hund bei Fuß und arbeitet den Parcours möglichst schnell und präzise ab.
Das Schöne an diesem Sport ist, Hund und Mensch dürfen während ihrer Arbeit ständig miteinander kommunizieren. Der Hund darf jederzeit angesprochen, motiviert und gelobt werden.
Man findet im Parcours Übungen wie Sitz, Platz, Steh, aber auch Kombinationen aus diesen Elementen. Es gibt Richtungsänderungen um 90°, 180° und 270° nach rechts und links, außerdem 360° Kreise. Andere Stationen fordern z.B. auf, einen Slalom um Pylonen zu machen oder den Hund über eine Hürde vorauszusenden oder abzurufen. Es fehlen natürlich auch nicht die so genannten Bleib- oder Abrufübungen. Eine Besonderheit dürfte auch die Übung zur Futterverweigerung sein, bei der das Team an gefüllten Futternäpfen vorbei gehen muss, ohne dass der Hund sich bedient.
Inzwischen werden auch in Deutschland Turniere in mehreren Leistungsklassen angeboten. Bewertet wird nach Punkten und Zeit.
Hoopers
Hoopers ist eine moderne, gelenkschonende Hundesportart, bei der der Hund einen Parcours aus Bögen (Hoops), Tonnen, Gates und Tunneln flüssig und auf Distanz durchläuft. Im Gegensatz zu Agility gibt es keine Sprünge und keine engen Wendungen, wodurch Hoopers besonders gesundheitsfreundlich und für jeden Hundetyp geeignet ist – vom jungen Hund bis zum Senior.
Der Mensch führt seinen Hund über Körpersprache und Hörzeichen aus einem festen Führbereich heraus. Ziel ist ein harmonisches Zusammenspiel, bei dem der Hund selbstständig, sicher und mit viel Freude durch den Parcours arbeitet.
Hoopers fördert:
-
Konzentration und Bindung
-
Distanzarbeit und Körpersprache
-
Körperliche und geistige Auslastung
-
Spaß und Teamarbeit für Hund und Mensch